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12.10.2022

Solarenergie boomt

Zwischen Januar und August 2022 stieg die Nachfrage nach Photovoltaik gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent. Die Stimmung in der Branche ist laut einer Umfrage des BSW Solar gut.

Bild: BSW Solar

Die Auftragsbücher in der Solarbranche sind gut gefüllt. Da wundert es wenig, dass die aktuelle Geschäftslage von den in diesem Bereich tätigen Unternehmen überwiegend als „sehr gut“ bezeichnet wird. Das geht aus dem vom Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) veröffentlichten Photovoltaik-Branchenbarometer für das dritte Quartal 2022 hervor. So gaben 98 Prozent der befragten Unternehmen an, die aktuelle PV-Geschäftslage im dritten Quartal 2022 sei „sehr gut“, „eher gut“, oder „befriedigend“. Mehr als die Hälfte (53 %) bezeichnete die Lage sogar als „sehr gut“ (3. Quartal 2021: 41 %).

Branche ist optimistisch
Weiter aufgehellt hat sich auch die Geschäftserwartung für die kommenden sechs Monate. Etwa zwei Drittel (65 %) der befragten Unternehmen erwarten in den kommenden sechs Monaten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, fast ein Viertel (24 %) von ihnen sogar eine deutliche Verbesserung (3. Quartal 2021: 17 %). Mehr als die Hälfte (55 %) der befragten Unternehmen hat daher ihr Personal in den vergangenen Monaten aufgestockt, um die wachsende Nachfrage bedienen zu können.

2022 schon jetzt mehr neue Solaranlagen als 2021
Die Zahlen der Bundesnetzagentur bestätigen den Optimismus der Branche: Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden 21 Prozent mehr Solarstromleistung installiert als im Vorjahreszeitraum. Damit wurden 2022 bis jetzt bereits mehr neue Solarstromanlagen in Betrieb genommen als im gesamten Jahr 2021.

Für das kommende Jahr strebt die Bundesregierung eine neu zu installierende Solarstromleistung in Höhe von neun Gigawatt (GW) an, für 2024 von 13 GW, für 2025 von 18 GW und ab 2026 von je 22 GW jährlich. Zum Vergleich: 2021 betrug die neu installierte PV-Leistung rund sechs GW. Für dieses Jahr rechnet der BSW mit gut sieben GW neuer PV-Leistung.

Umfrage soll Investitionshemmnisse identifizieren
Nach Einschätzung des BSW Solar müsste der Solartechnik-Ausbau jedoch deutlich beschleunigt werden, um die von der Bundesregierung angehobenen Energiewende-Ziele – eine Verdreifachung des Solaranteils am deutschen Stromverbrauch in den kommenden sieben Jahren von derzeit rund zehn Prozent auf dann knapp 30 Prozent – zu erreichen.

Zur Identifizierung der wichtigsten Investitionshemmnisse hat der Verband mit Unterstützung der Innovationsplattform „The smarter E Europe“ daher eine Branchenumfrage gestartet.

Quelle: BSW Solar / ZVEH

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