Detailansicht
22.12.2020

Mit Zuversicht ins neue Jahr

Die Corona-Pandemie hat nahezu das komplette Jahr 2020 maßgeblich geprägt. Vor diesem Hintergrund durchleben wir aktuell privat wie beruflich eine herausfordernde Zeit, die mit vielen Einschränkungen verbunden ist. Auch im E-Handwerk sind die Auswirkungen der Pandemie in vielfältiger Weise spürbar. Aber gerade in Krisenzeiten tritt die besondere Stärke unserer Branche deutlich zutage. Als Handwerksbetriebe sind wir flexibel, fokussiert und lösungsorientiert; wir stecken nicht den Kopf in den Sand, sondern krempeln die Ärmel hoch.

Mit Blick darauf stellen wir uns auch in der Geschäftsstelle, allen Unwägbarkeiten zum Trotz, mit einer optimistischen Haltung und einem gesunden Selbstvertrauen den Herausforderungen unserer Zeit.

Web-Veranstaltungen
Als unsere Mitgliederversammlung im April in Form einer Präsenzveranstaltung nicht möglich war, haben wir schnell reagiert, den Termin beibehalten und als Vorreiter im Handwerk die Veranstaltung in Form einer Web-Konferenz durchgeführt. Es folgten zahlreiche weitere Web-Konferenzen. Zwischenzeitlich hat sich die Online-Durchführung von Veranstaltungen bundesweit auch bei vielen anderen Verbänden durchgesetzt.

Hybrid-Veranstaltungen
Mit strengem Blick auf die Corona-Schutzbestimmungen haben wir unlängst einige Web-Konferenzen mit einer Präsenzveranstaltung kombiniert durchgeführt. Somit konnten wir das Treffen vor Ort zugleich für den wichtigen persönlichen Austausch nutzen. Denn so flexibel sich auch die digitale Kommunikation anstelle von Präsenzveranstaltungen darstellt – ein gleichwertiger Ersatz für die persönliche Kommunikation ist sie nicht.

Neuer Termin für die elektrotechnik 2021
Mit Blick auf die derzeit dynamische Pandemie-Entwicklung haben wir unsere Fachmesse elektrotechnik von Mitte Februar auf Ende September verschoben. Die elektrotechnik findet nun in der Zeit vom 29.9. bis 01.10.2021 statt. Mit der klaren Botschaft gegen eine Absage und für die Verschiebung in den September möchten wir die elektrotechnik auch 2021 wieder als erfolgreiches Branchenereignis präsentieren – dies verbunden mit dem Wunsch zur Rückkehr in die Normalität.

Nach 2020 wird es im Jahr 2021 umso wichtiger sein, sich wieder persönlich zu treffen, Geschäftskontakte zu erneuern und sich auszutauschen.

Insgesamt betrachtet sehe ich derzeit wichtige Vorzeichen für die Wiederaufnahme unseres Erfolgskurs‘ vor Corona auf grün.

E-Handwerke wieder im Aufwärtstrend
Wie die Frühjahrs-Konjunkturumfrage des ZVEH vor Beginn der Corona-Krise eindrucksvoll zeigte, sind unsere Elektrohandwerke bestens aufgestellt. In der Herbstumfrage hatten die kurzfristig eingebrochenen Ergebnisse aus den Corona bedingten Umfragen im April und Mai bereits wieder annähernd das Frühjahrs-Niveau erreicht.

Qualifizierte Innungsfachbetriebe
Unsere Betriebe sind hoch qualifiziert und bauen ihr Know-how kontinuierlich weiter aus. Sie sind in zukunftsweisenden Bereichen wie Smart Home/Building, Digitalisierung, Breitbandausbau, Elektromobilität und Energiemanagement tätig.

Die Elektro- und Informationstechnik ist in zahlreichen Geschäftsfeldern Schlüsseltechnik und zugleich ein Katalysator, um moderne Techniksysteme auf dem deutschen Markt voranzubringen. Klimaschutz, Energieeffizienz, Mobilitäts- und Energiewende können nur mit mehr Elektrotechnik umgesetzt werden. All dies wird auch künftig zu einer starken Nachfrage in den Geschäftsfeldern der E-Handwerksbetriebe beitragen.

Steigende Auszubildendenzahlen
Entgegen der Situation in anderen Gewerken haben wir im E-Handwerk keine unlösbaren Nachwuchsprobleme. Dies belegen unsere seit Jahren kontinuierlich steigenden Auszubildendenzahlen. In NRW haben unsere Betriebe in 2019 insgesamt 10.732 jungen Leuten (+ 5,6 Prozent) die Möglichkeit gegeben, eine zukunftsorientierte Ausbildung in einem der E-Handwerksberufe zu absolvieren. Abgesehen von den spannenden und höchst innovativen Geschäftsfeldern, die unsere Berufe nachhaltig interessant machen, verdanken wir diesen Erfolg im Wesentlichen unserer langjährigen und kontinuierlichen E-Zubis Nachwuchskampagne. Hier zeigt sich sehr schön auch die Weitsicht unserer E-Handwerksorganisation.

Fortschrittliche Ausbildungsberufe
Seit jeher bilden die E-Handwerke ihre benötigten Fachkräfte selbst aus. Ein Riesenvorteil ist hierbei unsere praxisorientierte Expertise, die auch bei der Gestaltung der Ausbildungsberufe mit einfließt. Win-win für die Auszubildenden und für die Betriebe. Auch der neue Ausbildungsberuf „Elektroniker/in für Gebäudeystemintegration“ belegt die vorausschauende Vorgehensweise der E-Handwerksorganisation. Denn künftig werden wir enger mit angrenzenden Branchen zusammenwachsen – der „Gebäudesystemintegrator“ wird das dazu notwendige Rüstzeug erlernen, um die verschiedenen Elemente funktionsfähig und sicher miteinander zu vernetzen.

Interessenvertretung
Trotz der Corona bedingten Einschränkungen konnten wir auch in 2020 auf dem politischen Weg wichtige Branchenthemen weiter voranbringen und damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Mitgliedsbetriebe leisten.

  • Corona bedingte Aktivitäten: Aufbereitung/Zusammenstellung der unzähligen Corona-Informationen von Bund und Land (Liquiditätssicherung, Fördermittel & Co.), ZVEH-Sonderbefragungen zu den Corona bedingten Auswirkungen
  • Novellierung E-Handwerksberufe
  • E-Zubis Nachwuchswerbung
  • Digitalisierung, u. a. Service-Portal für Innungsbetriebe
  • Energiewende und Klimaschutz: PV-Altanlagen, EEG-Umlage, GEG, Ausbau der Ladeinfrastruktur u.a.
  • Bürokratieabbau
  • Arbeitsschutz, u.a. Thema „Asbest“
  • SOKA-Bau: konfliktfreie Fortführung der Verbändevereinbarung
  • VDE-Rabatte für Innungsmitglieder: Dauerhafter Abo-Rabatt

Natürlich wird die Corona-Krise auch an uns nicht spurlos vorübergehen. Alle Vorzeichen deuten aber darauf hin, dass wir Anlass zu einer optimistischen Bewertung unserer Situation im E-Handwerk haben. Denn Themen wie Klimaschutz, Energiewende und Digitalisierung werden auch weiterhin oben auf der politischen Agenda stehen. Und hierzu leisten die E-Handwerke einen ganz wesentlichen Beitrag.

Deshalb blicke ich mit Zuversicht dem Jahr 2021 entgegen. Ich wünsche uns allen, dass wir auch die kommenden Herausforderungen bestmöglich meistern werden und vor allem, dass wir bald zur Normalität wieder zurückkehren können.

Auch im Namen unseres Vorstands und der Geschäftsstelle wünsche ich Ihnen eine schöne Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund!

Ihr Martin Böhm
Präsident FEH NRW

Sie möchten Mitglied werden? Schreiben Sie uns: info(at)feh-nrw.de oder rufen Sie uns an: 0231/519850