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20.08.2018

Showroom der Elektro-Innung Düsseldorf

Smart Home zum Anfassen und Probieren

Roboter PEPPER empfängt jeden Gast mit Smalltalk. In Zusammenarbeit mit einer Wi-Fi-Kaffeemaschine kann er auch als Barista tätig werden.

Bild: Uwe Isenbügel

Home of Smart City nennt die Elektro-Innung Düsseldorf ihren Hotspot in der Münsterstraße 271. In dem 230 Quadratmeter großen Showroom können Smart-Home-Lösungen in all ihren Facetten erlebt werden. Im Fokus der vollausgestatteten Räumlichkeiten stehen Anwendungen aus den Bereichen Komfort, Sicherheit, Energieeffizienz und barrierefreies Wohnen. Komplexe, vom Elektrohandwerk installierte Technik mit hohem Nutzwert, einfach bedienbar präsentiert in einem hochwertigen Umfeld – so lässt sich das Konzept zusammenfassen.

Nicht grundlos wurde viel Wert auf die Einrichtung gelegt. Nach Einschätzung von Obermeister Georg Eickholt und seinem Stellvertreter Uwe Isenbügel erkennt ein Kunde intuitiv sehr schnell, ob eine Lösung für ihn in Betracht kommt, sobald er sie in einem häuslichen Umfeld ausprobieren und bedienen kann. Auch sinkt die Hemmschwelle zur Nutzung neuer Technologien, wenn die Smart-Home-Lösungen über konventionelle Bedienelemente wie Taster gesteuert werden können. Möglich ist im Showroom aber auch eine Regelung über Tablet und Sprachassistenzsysteme. Per Sprachbefehl kann etwa das Wasser an- und abgeschaltet werden. Der vernetzte Wasserkocher erhitzt auf den Sprachbefehl „Ich möchte grünen Tee“ den Inhalt auf die dafür erforderlichen 80 °C. Nur das Wasser muss noch per Hand in den Kocher gefüllt werden. Mit der Integration solcher Funktionen will die Elektro-Innung Düsseldorf dem Kunden das Potenzial der Smart-Home-Lösungen demonstrieren. Großer Wert wurde bei der Planung daher darauf gelegt, dass alle verbauten Systeme und Komponenten tatsächlich auch am Markt erhältlich sind.

Showroom steigert Ansehen der Innung
Mit der Buchungsresonanz des Showrooms ist Uwe Isenbügel rund zehn Monate nach Eröffnung insgesamt zufrieden. „Jedoch müssen noch mehr Kollegen allein oder gemeinsam mit ihren Endkunden und Planern die Gelegenheit für einen Besuch nutzen. Dass hier zunächst eine gewisse Schwellenangst besteht, war uns von vornherein bewusst. Die Betriebe stellen jedoch eine hohe Zufriedenheit der Besucher fest. Mit dem Showroom konnten wir gleichzeitig auch das Ansehen der Innung im politischen Umfeld der Stadt und bei Verbänden steigern. Es ist immer wieder zu hören, die tun etwas und reden nicht nur“, so der stellvertretende Obermeister.

Die meisten Anfragen kommen aus Industrie und Elektrogroßhandel
Die meisten Anfragen kommen bislang aus Industrie und Elektrogroßhandel. Einige Unternehmen haben schon Termine gebucht, um den Innungsmitgliedern Produktneuheiten und Systemgrundlagen zu erläutern und zu präsentieren.

Geplant ist, die installierte Technik in regelmäßigen Zyklen zu modernisieren, um den Kunden stets den aktuellen Stand der Technik präsentieren zu können. „War etwa der Roboter PEPPER zur Einweihung eine Leihgabe, haben wir inzwischen ein eigenes Exemplar mit Softwareanbindung gekauft und integriert. PEPPER empfängt jeden Gast mit Smalltalk, stellt sich und seine Aufgaben vor und kann in Zusammenarbeit mit einer Wi-Fi-Kaffeemaschine auf Wunsch als Barista tätig werden. Tag und Nacht steht der Roboter im Schaufenster, winkt den vorbeigehenden Passanten und macht so zusätzlich auf den Showroom aufmerksam“, erklärt Isenbügel.

Weiterhin ist die Installation einer PV-Anlage mit Stromspeicher und E-Mobil-Ladestation vorgesehen. „Dieses Thema wird uns in der Umsetzung allerdings noch länger beschäftigen, da unsere Ansprechpartner unser Tempo beim Aufbau der Home of Smart City noch nicht mitgehen können“, erklärt der stellvertretende Obermeister. Ungelöste Datenschutzfragen und Probleme bei Schnittstellenlösungen nennt Isenbügel hier als größte Herausforderungen.

Allzu viel Zeit will man sich in Düsseldorf freilich nicht lassen. Ein Motiv zur Einrichtung des Home of Smart City war schließlich, das Feld nicht allein den US-Unternehmen zu überlassen. Die zögern bekanntermaßen bei der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen nicht sonderlich.

Weitere Informationen unter www.elektro-duesseldorf.de/show-room

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